Aktualisierte Sprache Schweigen im Zeichen des Eingedenkens bei Paul Celan

Das negativistische und vieldimensionale Sprachphänomen „Schweigen“ ist in der Celan-Forschung naturgemäß äußerst divergent kommentiert worden. Die gängigen Rezeptionslinien reichen vom Hermetik-Vorwurf in den 50er-Jahren zu Deutungen des Schweigens als Totengedenken, im Sinne einer mystischen Sprac...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
1. Verfasser:
Eliezer, Meret
Format:
Abschlussarbeit Elektronisch E-Book Dissertation
Sprache:
Deutsch
Veröffentlicht:
Wien Köln Böhlau Verlag [2025]
Zusammenfassung:
Das negativistische und vieldimensionale Sprachphänomen „Schweigen“ ist in der Celan-Forschung naturgemäß äußerst divergent kommentiert worden. Die gängigen Rezeptionslinien reichen vom Hermetik-Vorwurf in den 50er-Jahren zu Deutungen des Schweigens als Totengedenken, im Sinne einer mystischen Sprache sowie später auch im Rahmen des multidisziplinären Traumadiskurses. Ergänzend dazu zeigt Meret Eliezer ein Schweigen in Celans Werk auf, das im Zeichen des Eingedenkens einer als unabgeschlossen betrachteten Vergangenheit steht und damit in der ethisch-moralischen Absicht, in einer gewissen positivistischen Weise nicht mehr weitersprechen zu wollen, des „Rechts“ der unschuldig Getöteten wegen. Der ethisch-moralische Anspruch des Gedichts, der Sinnlosigkeit des Leidens und des gewaltsamen Todes dichterisch eingedenk zu bleiben, provoziert Celans neue, aktualisierte Sprache (Celan, Der Meridian 1960), in der sich zunehmend ein Schweigen der Bedeutung, des Sinns ausbreitet.
Umfang:
1 Online-Ressource (218 Seiten)
Anmerkungen:
Literaturverzeichnis: Seite 195-215
Schriftenreihe:
Reihe Jüdische Moderne ; Band 23
ISBN:
9783412531201
DOI:
10.7788/9783412531201
Zugangseinschränkungen:
Open Access
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